Hanf - mehr als nur Visionen

Neue Produkte erfordern neue Ideen
Mit der Produkt-Reihe PURE® geht Hempro International völlig neue und zeitgemäße (Produktions-)Wege. Das Unternehmen verwendet überwiegend nachwachsende und recycelte Rohstoffe. So kommen die Materialien Hanf und Baumwollstoffe zum Einsatz. Das Concept basiert auf dem Anspruch, die bei der Produktion verwendeten Rohstoffe, in den ökologischen Kreislauf zurückzuführen. Der überwiegende Teil aller Artikel ist daher nicht nur voll recycelbar, sonder kann auch kompostiert werden - frei nach dem Motto: "Ab in die Biotonne"!

Hempro International verwendet daher nur vegetabil - also frei von umweltschädlichen chemischen Zusätzen - gegerbtes oder recyceltes Leder und Besatzleder. Alle Beschläge wie Ringe, Haken oder Schlösser werden aus Altmetall gefertigt. Diese Produkteigenschaften beeinträchtigen in keiner Weise die Haltbarkeit oder Belastbarkeit der PURE-Produkte.

Bei der Produktion der PURE-Produkte spielt die Hanfpflanze eine besondere Rolle. Vielfach kontrovers diskutiert, werden die unstrittigen Vorteile dieses Materials häufig ignoriert oder bewußt in den Hintergrund gedrängt - dabei sprechen eine Vielzahl von Faktoren für ihren Einsatz.

Vorteile der Hanfpflanze
Bereits beim Anbau hat Hanf "die Nase vorn". Anders als bei vielen Nutzpflanzen laugt sie den Ackerboden nicht aus: Das Gegenteil ist der Fall - sie führt ihm sogar Mineralstoffe zu. Kostenintensives und umweltschädliches Düngen entfällt somit ganz.

Für diese Eigenschaft wird die Hanfpflanze von den Landwirten heiß und innig geliebt. Außerdem kann auf den Einsatz von Pestiziden komplett verzichtet werden, da das Wachstum dieser äußerst strapazierfähigen Pflanze von Schädlingen nicht beeinträchtigt wird. Das Grundwasser und andere Lebewesen bleiben von unnötigen toxischen Belastungen verschont.

Das Endprodukt braucht den Vergleich mit anderen Werkstoffen nicht zu scheuen. So ist der Hanffaden zum Beispiel sieben Mal stärker als ein Baumwollfaden. All diese Eigenschaften machen deutlich, warum es sich bei Hanf um einen der ältesten Werkstoffe handelt, den die Menschheit kennt und nutzt.

Der Stoff .... aus dem (nicht nur) die Hosen sind

Als der aus Bayern zugereiste Schneider Levi Strauss Mitte des vorigen Jahrhunderts in San Francisco die erste Jeans zusammennietete - als Arbeitshose für die Goldwäscher Kaliforniens - benutzte er dazu natürlich ein Tuch aus 100% Hanf.

Kein anderer Stoff hätte die ständige Nässe ohne Korrosion ausgehalten - nicht nur in der Reißfestigkeit, auch in der Naßfestigkeit ist Hanf die Naturfaser Nr. 1. Bis Mitte des vorigen Jahrhunderts war Hanf, neben Flachs, die weitverbreitetste Textilfaser der Welt. Es waren keineswegs nur grobe Seile oder Säcke, die aus Hanf gemacht wurden. Trotz ihrer hohen Festigkeit läßt sich die Hanffaser zu weichen, glänzenden Garnen spinnen, die traditionell zu feinen und hautfreundlichen Gewebe-Hemden und Blusen, Bettzeug und Tischdecken, Unterwäsche und Strümpfen verarbeitet wurden.

Hanfverarbeitung in der Hanfwerke AG Füssen, 40er Jahre aus:
Herer/Bröckers Hanf

"Gewebe aus Hanffasern schützen den Menschen vor Insektenstichen sowie vor Rheuma, da die Faser die Eigenbelebung der Haut fördert", heißt es in einer zeitgenössischen Schrift dazu - und an anderer Stelle, zum Vergleich von Hanf und Flachs: "Die feinste flächsene Leinwand wird niemals der aus solchem Hanf gemachten Leinwand gleichkommen. Und diese wird wenigstens dreimal so lange halten als jene." Historisch war ein Großteil der "Leinwand" oder "Leinen" genannten Stoffe nicht aus Flachs, sondern aus Hanf, bzw. aus Mischgeweben dieser beiden Pflanzen, wobei der Hanf nicht nur wegen seiner Haltbarkeit bevorzugt wurde: "Hanf bleicht weißer als Flachs oder Baumwolle und ergibt die feinsten Stoffe, von Spitzen und Feingewebe bis zu gutem Hemdenstoff. Und das weit billiger als alles andere", heißt es noch 1905 in einem Fachbuch.

Doch zu diesem Zeitpunkt hatte durch die Erfindung der Cotton-Maschine der Siegeszug der Baumwolle bereits eingesetzt und zunehmend alle anderen Fasern vom Feintextilmarkt verdrängt. Als die ersten modernen Hanf-Maschinen Anfang der 30er Jahren endlich einsatzbereit waren, schwappte von den USA ausgehend das Anbauverbot für Hanf in die gesamte westliche Welt und sorgte dafür, daß die eigentliche Textilpflanze Hanf bis heute nicht an das Industriezeitalter angeschlossen wurde. Nur in Weltgegenden, wo die Verbreitung billiger Baumwolle und noch billigerer Chemiefasern nicht flächendeckend stattfand - in Osteuropa und Asien - existieren heute noch Reste einer Hanf-Textilindustrie.

Naturtextilien aus Hanf, Naturkosmetik aus Hanföl

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